Die Lütsche-Talsperre und die Liebensteiner Wasserleitung bis Erfurt
07.10.2016 um 19:00
Vortrag von Dr. Dietmar Schmidt im Bürgerhaus/Saal, Burgstallstraße 31a, Tambach-Dietharz.
Zur Realisierung der Lütsche-Talsperre mit der Wasseraufbereitungsanlage bei Liebenstein, den Wassertürmen und der 38 km langen Liebensteiner Wasserleitung für die Lokomotivenversorgung der Deutschen Reichsbahn bis Erfurt kam es, nach langer Vorgeschichte, erst 1936 bis 1938 im Rahmen eines sog. "Notstandsprogrammes“.
Das eigentliche Kernstück des neuen Wasserversorgungssystems war, neben der Lütsche-Talsperre, die über eine Wehranlage aus der Wilden Gera gespeiste Wassergewinnungs- und Aufbereitungsanlage (Langsamsandfilter) bei Liebenstein. Von hier aus wurde das Wasser über die "Liebensteiner Wasserleitung", die oft auch "Lütsche-Leitung" genannt wird, entlang der Reichsbahnstrecke über Plaue, Arnstadt, Neudietendorf nach Erfurt geleitet. Hier endete sie in dem 1920 errichteten Wasserturm an der auch nach ihm benannten Straße "Am Wasserturm" im Südosten der Stadt und speiste das reichsbahneigene Wasserrohrnetz.
