Auf Spurensuche im antiken Trier
Vereinsexkursion vom 27.-29.10.2025
von Hans-Georg Spanknebel
Seitdem der in Tambach-Dietharz geborene und aufgewachsene Florian Tanz das Studium der Archäologie in Trier erfolgreich abgeschlossen und Teile seiner Forschungen dem Publikum der Tambach-Dietharzer wasserhistorischen Vorträge präsentiert hatte, wuchs unter den Mitgliedern der Wunsch, sich unter seiner Führung im antiken Trier umzuschauen. Die Landesausstellung Rheinland-Pfalz, die 2025 in Würdigung des römischen Kaisers und Philosophs Marc Aurel in Trier stattfand, war der letzte Anstoß, das Vorhaben nun endlich in die Tat umzusetzen.



Am 27.9. trafen sich die Teilnehmer/innen zum Stadtrundgang, den Dr. Tanz fachkundig leitete und mit Besichtigungen des Amphitheaters und der Kaiserthermen würzte. Unterwegs wurden interessante Einzelheiten der Wasserver- und Abwasserentsorgung zu Beginn der vorigen Jahrtausends erläutert. Der Rundgang endete im Restaurant „Kartoffelkiste“, das eine gute Stärkung bot. Der Tag endete in der Lobby des Hotels „Deutscher Hof“ mit interessanten Gesprächen.
Der 2. Tag war mit dem Besuch der Landesausstellung komplett ausgefüllt. Während sich der 1. Teil im Rheinischen Landesmuseum mit der Situation des Römischen Reich z. Zt. Marc Aurels befasste, ging der 2. Teil im Stadtmuseum näher auf die Person des Kaisers und seine philosophischen Ausflüge ein. Die Kernfrage, was einen „guten Herrscher“ ausmacht, wurde auch in die Neuzeit transportiert.



Vor dem Abendessen (an gleicher Stelle wie am Vortag) bestand Gelegenheit zur Besichtigungen der alten Krananlagen an der Mosel sowie der Römerbrücke. Fachliche Erläuterungen u. a. Auch zur Hochwasser-Problematik wurden vom Mainzer Vereinsmitglied Michael Göller gegeben.
Während die meisten den 3. Tag zur Heimreise nutzten, wechselte eine kleine Abordnung den Standort und bezog Quartier am Rhein in Sichtweite der Moselmündung in Koblenz. Der Nachmittag konnte bei angenehmem Wetter für einen Ausflug auf dem Wasser genutzt werden.


Am nächsten Tag stand der ebenfalls schon länger geplante Besuch des ehrenamtlich geführten Rheinmuseums auf dem Programm. Die sehr umfangreiche Ausstellung mit Schwerpunkt Schifffahrt, aber auch Wasserbau, Hydrologie und Landeskunde wurde mit großem Interesse besichtigt. Als glücklicher Umstand ergab sich die Möglichkeit eines Gespräches mit den Verantwortlichen des Trägervereins. In aufgeschlossener Atmosphäre fand ein Austausch über die Arbeit und die Ziele der beiden Vereine statt. Da die „Beiträge zur Rheinkunde“ bereits als Periodikareihe im Wasserarchiv angelegt sind, wurden die Füllung der Lücken und die Laufendhaltung vereinbart.