Wasserarchiv

Doppelexamplare

In den zur Aufbewahrung im Wasserarchiv übergebenen Vor- und Nachlässen sind immer wieder Titel enthalten, die sich bereits in unserem Bibliotheksbestand befinden. Da wir keine Doppelexemplare aufnehmen, bieten wir sie Ihnen gern gegen eine Spende zzgl. Versandgebühren an. Stöbern Sie doch einfach mal hier und nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit uns auf (vorstand@agwa-ev.de).

Nach dem bedarfsgerechten Umbau des früheren Gebäudes für die Bauleitung unterhalb der 1995 in Betrieb genommenen Talsperre Schmalwasser in Tambach-Dietharz/Landkreis Gotha ist das Thüringer Talsperren- und gewässerkundliche Archiv (TGA) eingezogen. Es verwaltet darin die Akten und wasserwirtschaftlichen Messdaten sowie die Unterlagen über die Talsperren in Thüringen. Der Freistaat Thüringen hat per Gesetz die Thüringer Fernwasserversorgung (TFW), Gründungsmitglied des FöV AGWA, mit der Führung des TGA beauftragt.

Am 28. August 2009 wurde anlässlich eines Tages der offenen Tür das Wasserarchiv im Beisein von Vertretern der Wasserwirtschaft aus den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie unter reger Anteilnahme der Bevölkerung vom damaligen Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt mit der symbolischen Schlüsselübergabe eingeweiht. Bild 1

Im 1. Obergeschoss des Gebäudes wurden sowohl Aufbewahrungsräume für den Talsperren- und gewässerkundlichen als auch den wasserhistorischen Archivteil (AGWA) zur Aufnahme von Akten und Literaturbeständen der DWhG und ihres Vorgängers, des Studienkreises für Geschichte des Wasserbaus, der Wasserwirtschaft und der Hydrologie, für Nachlässe aus privaten Händen, sowie Besprechungs-, Ausgabe- und Leseräume zur gemeinschaftlichen Nutzung eingerichtet. Bild 2

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Bild 1. Symbolische Schlüsselübergabe an die Leiterin des Wasserarchivs, Evelyn Scholz, durch den damaligen Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Dr. Volker Sklenar
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Bild 2. Das Archivgebäude nach der Einweihung am 28.08.2009

Nach Überführung, Einlagerung und Katalogisierung der Bestände von DWhG, Studienkreis und weiterer privater Nachlässe bestehen optimale Bedingungen für die künftige Nutzung der Archive durch die DWhG-Mitglieder, die Fachwelt und andere Interessenten. Derzeit werden die katalogisierten wasserhistorischen Publikationen und sonstige Unterlagen schrittweise eingelagert.

Die vom Vorsitzenden der DWhG im November 2008 als selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts errichtete Förderstiftung für die Geschichte der Wasserwirtschaft und deren deutsches Archiv, mit Sitz in Sankt Augustin/Rhein-Sieg-Kreis - Nordrhein-Westfalen, dient der Förderung des satzungsmäßigen Zwecks sowohl der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft e.V. als auch des Vereins zur Förderung des Archivs zur Geschichte der deutschen Wasserwirtschaft e.V. Die Stiftung wird sich damit im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten an den Kosten des Archivs für die Geschichte der deutschen Wasserwirtschaft beteiligen (siehe Förderstiftung).

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Bild 3. Herr Such, Frau Kowalski und junge Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg, die 2012-2014 viele Stunden bei der Archivierung der Bestände (ca. 7.000 Titel) verbracht haben
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Bild 4. Die DWhG-Vorstandsmitglieder Dr. N. Pohl und W. Such bei den Vorbereitungen zur Katalogisierung der Buchbestände

Anlässlich des Welttages des Wassers am 22. März jeden Jahres besteht die Möglichkeit der Besichtigung des „Wasserarchivs“. Den Vereinsmitgliedern und weiteren Interessenten und Gästen wird Gelegenheit geboten, die Archivräume und deren Inventar kennen zu lernen. Anmeldungen und Anfragen nimmt der Vorstand des FöV AGWA gern entgegen.